Leitgedanken

In den ersten Lebenphasen / Entwicklungsabschnitten sind Hunde einerseits sehr offen Neues zu lernen, sie sind aber auch sehr sensibel, was die Verarbeitung von Reizen angeht. So speichert ein Welpe sehr schnell ab: Erwünschtes und leider auch Unerwünschtes.
Zudem muss er beschützt werden vor Reizüberflutung und Überforderung. Der Welpen-Alltag muss täglich mindestens 4 Ruhephasen a 2 Stunden beinhalten und zwischendurch eingeteilt und behütet von seiner Bezugsperson kleine Erlebnisse und Lektionen bieten.

FAZIT:
Förderung und Überforderung liegen eng beieinander und werden im Welpenalter von vielen Faktoren beeinflußt, was eine individuelle Betreuung sinnvoll macht

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Die „Stresskurve“, also das Reizlevel der Erlebnisse und Lektionen, muss kontrolliert gestaltet werden und darf nie höher sein, als der junge Hund mitdenken und verarbeiten kann. Um Ausgeglichenheit, Neutralität und Balance von klein an zu fördern, vermeidet SYSDOG ein „wildes Durcheinander von Eindrücken“ – wie etwa beim offenem Gruppen-Welpenspiel oder dem planlosen Ausflug in eine Fußgängerzone… Es gilt vielmehr den Welpen gezielt an Alltags-Begegnungen und Artgenossen heranzuführen, Erwachsene wie Gleichaltrige. Hierbei steht die Erwartung an den Hund, sich als Erwachsener gebunden zu zeigen, im Vordergrund, das heißt er soll Rücksprache halten und seinen Besitzer als Teamleader akzeptieren. Dazu muss der junge Hund seinen Besitzer als im Alltag präsent, bei Schwierigkeiten zuständig und bei Problemlösungen als kompetent erleben, so dass der Welpe sich binden möchte und Vertrauen schenken kann.
Das ist der erste Schritt zu Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit, setzt aber voraus, dass der Welpenhalter sein Verhalten bewusst steuert und reflektiert und auch seine Körpersprache bewusst einsetzt (allgemeine Aneignung von KnowHow)

FAZIT:
Qualität statt Quantität
zählen in Sachen prägender Erlebnisse.
Trainings-Leitlinie ist der Wunsch nach Alltags- Neutralität im Erwachsenenalter

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Jeder Welpe erfährt eine Sozialisierung, d.h. er sortiert sein Lebensumfeld (wie auch immer beschaffen), erforscht die Wechselwirkung zwischen ihm und seiner Umwelt und er betreibt Anpassung seines Verhaltens an seine Lebensumstände. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Eindruck erweckt, dass Sozialisierung immer zu positiven Ergebnissen führt, dass ein sozialisierter Hund etwa nicht rauft oder im Rückschluss, dass ein Hund der rauft nicht gut sozialisiert wurde. Diese Sicht ist einseitig und weder vollständig noch korrekt. Sozialisierung ist das Ergebnis von Reizverarbeitung und Anpassung, ERZIEHUNG hingegen als unbedingt notwendige Ergänzung steuert WIE diese Anpassung vorgenommen wird und in welchem Sinne die durch die Sozialisierung erworbenen Fähigkeiten eingesetzt werden.

Im Idealfall passiert also Sozialisierung einem Welpen nicht nebenbei, irgendwo, irgendwann und von irgendwem (fremden Menschen, Hunden, Reizen,…), herangetragen von seiner Umwelt und den Reizen schlichtweg ausgesetzt, ohne Kontrolle oder Einfluss WIE der Welpe was versteht, abspeichert oder umsetzt. Vielmehr sozialisiert der gewissenhafte Hundebesitzer im Erziehungs- und Bindungsprozess und  in seiner übernommenen Rolle als Mutterhündin und Vaterrüde, als Erziehungsberechtigter, Lehrer und Teamleader ganz bewusst seinen Hund.

Die Entdeckung der Welt wird dosiert und begleitend gestaltet. Der Mensch lernt bei SYSDOG von klein an Einfluss zu nehmen auf das Lernverhalten, die Gestaltung und Auswertung von Erlebnissen und die Umweltsicherheit seines Hundes.

FAZIT:
Sozialkompetenz ist keine Veranlagung des Hundes,
sondern eine Fusion aus Einflussnahme und Erziehung
Sozialisierung passiert nicht von außen (planlos/unkontrolliert) auf den Hund / das Team wirkend, sondern von innen heraus bewusst gefiltert und aktiv gestaltet!

Ihr Team SYSDOG